LEADER wählte neuen Vorstand

Der neue Vorstand: Christoph Friedrich, Peggy Greiser, Johannes Schmidt, Jan Scheftlein und Martin Berk (v.l./nicht im Bild: Klaus Thielemann und Silke Röser). Foto: LEADER

Von 2014 bis 2019 rund 2,1 Millionen Euro in die Dörfer der Region geholt.

Meiningen/Bettenhausen. Die Mitgliederversammlung der Regionalen Aktionsgruppe (RAG) LEADER „Henneberger Land“ hat am 4. Dezember in Bettenhausen einen neuen Vorstand gewählt. Darüber hinaus zogen die Mitglieder Bilanz und steckten die kommenden Aufgaben ab. Unterm Strich hat die RAG in den zurückliegenden Jahren einiges auf dem Lande bewegt, um das Leben auf den Dörfern im Landkreis Schmalkalden-Meiningen und den ländlich geprägten Ortsteilen der Stadt Suhl attraktiver zu machen. Von 2014 bis 2019 zahlten die Mitglieder des Vereins Beiträge in Höhe von rund 230 000 Euro ein und konnten für Projekte Fördergelder in Höhe von 2,1 Millionen Euro in die Region holen – ein Vielfaches des Einsatzes sozusagen. Damit wurden Investitionen von sage und schreibe 5,9 Millionen Euro umgesetzt. „Das Engagement und die Mitgliedschaft lohnen sich also“, sagte Johannes Schmidt, der alte und in Bettenhausen neu gewählte ehrenamtliche Vorsitzende der RAG. Der Geschäftsführer der Agrargesellschaft Herpf startet so in die dritte Wahlperiode.

Zu seiner Stellvertreterin wurde Peggy Greiser, die Landrätin des Kreises Schmalkalden-Meiningen, gewählt. „Dies ist eine gute Wahl und eine wichtige Konstellation, denn die Regionale Aktionsgruppe und der Landkreis werden künftig noch enger zusammenarbeiten und miteinander verzahnt“, sagte Schmidt nach der Abstimmung. Auch bislang arbeitete der Landkreis mit Klaus Thielemann bereits aktiv im Vorstand mit. Doch der langjährige Vizelandrat ist inzwischen in den Ruhestand gegangen und schied somit nun als Kreisvertreter aus. Peter Spieß hatte sich ebenso jahrelang in die Arbeit der RAG eingebracht und stand nicht mehr zur Wahl zur Verfügung. Die Mitglieder sowie Manuela Sbeih und Vanessa Linß vom Planungsbüro Sweco GmbH, die das LEADER-Management für die RAG durchführen, dankten dem bisherigen Vorstand für die bislang geleistete, engagierte Arbeit recht herzlich.

Neben Johannes Schmidt und Landrätin Peggy Greiser gehören dem neuen Vorstand außerdem Landwirt Martin Berk (Pflege-Agrar-Genossenschaft Bettenhausen), Silke Röser (Stadtverwaltung Steinbach-Hallenberg), Jan Scheftlein (Industrie- und Handelskammer Südthüringen), Christoph Friedrich (Fremdenverkehrsverein Geba e.V.) und Klaus Thielemann, der sich als Privatperson weiter engagieren will, an. Auch den bisherigen Revisorinnen, Elke Tietz und Petra Ludwig, die bislang eine verlässliche Arbeit leisteten, dankte der Vorstand. Sie wurden durch die Wiederwahl in ihrem Amt bestätigt.

Zur Bilanz der RAG „Henneberger Land“ für 2019 gehören erfolgreiche Projekte, die umgesetzt wurden. Für die Erarbeitung einer neuen Museumskonzeption in Steinbach- Hallenberg beispielsweise gab es einen Förderzuschuss in Höhe von rund 6.770 Euro. Für das Konzept eines Mehrgenerationentreffs in Bettenhausen flossen rund 53.000 Euro. Die Greenland-Ranch in Christes hatte zudem Gelder für einen überdachten Reitplatz beantragt und erhielt einen Förderzuschuss in Höhe von rund 50.000 Euro. Ein Fachwerkhaus in Oberkatz wurde außerdem als Zuhause für eine therapeutische Wohngruppe saniert und erhielt einen Förderzuschuss von 38.000 Euro. Und auch das Kooperationsprojekt Sternenpark Rhön konnte auf eine finanzielle Unterstützung durch LEADER setzen. Für die Einrichtung von Himmelsguckplätzen in der Thüringer Rhön wurden auf dem Weidberg rund 52.000 Euro bereit gestellt.

Der Begriff LEADER stammt aus dem Französischen. (frz. Liaison entre actions de développement de l'économie rurale) und bedeutet so viel wie die Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Einst der Name eines Förderprogramms der Europäischen Union steht er heute für eine Herangehensweise: Akteure vor Ort entscheiden über die Vergabe der Fördergelder, um den ländlichen Raum stark zu machen.

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